Berufsverband Niedergelassener Chirurgen e.V.

Wie aus den Daten der Bundesärztekammer (BÄK) hervorgeht, erhöhte sich die Zahl der bei den Landesärztekammern gemeldeten ärztlich tätigen Mediziner im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent auf 365.247. BÄK-Präsident Dr. Frank Ulrich Montgomery merkte allerdings an, dieses leichte Plus reiche bei Weitem nicht aus, um die Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen, die sich aus einer Reihe von gesellschaftlichen Entwicklungen ergeben.

Eine durch den NAV-Virchowbund in Auftrag gegebene Studie zeigt, dass das Gebührenverzeichnis der vor gut 30 Jahren (1982) entwickelten GOÄ längst nicht mehr das aktuelle medizinische Leistungsspektrum widerspiegelt.

Die Individuellen Leistungsbudgets (ILB) haben in Hamburg bislang noch nicht zu einer leistungsgerechteren Abrechnung geführt. Daher will die Kassenärztliche Vereinigung Hamburg (KVHH) den Vorwegabzug und die Rückstellungsquote anpassen. Die ANC Hamburg hat sich für die Fachgruppe der Chirurgen nun für eine sehr moderate Anpassung der Stellschrauben ausgesprochen.

Wie der MEDI-Verbund meldete, nehmen ein Jahr nach Vertragsstart bereits über 500 niedergelassene Orthopäden, Unfallchirurgen und Chirurgen am Facharztvertrag Orthopädie nach § 73c SGB V teil. Über 400.000 Patienten sind eingeschrieben, über 215.000 wurden allein in 2014 behandelt.

Frakturbehandlung beim Kassenpatienten: 25 Euro, Frakturbehandlung beim Haustier: 370 Euro. Die niedergelassenen Chirurgen und Orthopäden in Nordrhein haben ihren Protest gegen die unzureichenden Regelleistungsvolumina (RLV) ausgeweitet.

Auf der Grundlage eines Urteils des Bundesverfassungsgerichts (BVG) aus dem Jahr 2002 fordert die Bürger Initiative Gesundheit e. V. den sofortigen Stopp der konzertierten Kostensenkungsmaßnahmen des Gesetzgebers und der gesetzlichen Krankenkassen sowie der stringenten Ausrichtung auf Wirtschaftlichkeit.

Mehr als die Hälfte der Patienten leidet nach einer Darm-OP an den Folgen von irreparablen Nervenverletzungen. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Biomedizinische Technik IBMT haben nun ein Assistenzsystem entwickelt, das die Operateure während des Eingriffs im kleinen Becken vor Verletzungsrisiken warnt. Derzeit arbeiten die Experten an einer Lösung für die minimal invasive Chirurgie.

Die Nachwuchsprobleme betreffen längst nicht mehr nur die Allgemeinmedizin, sondern auch fachärztliche Disziplinen wie Gynäkologie, Neurologie und Chirurgie. Um auch für fachärztliche Praxen Nachfolger zu gewinnen, hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) ihre Nachwuchskampagne neu ausgerichtet, die nun statt „Land.Arzt.Leben“ den Titel „Mehr.Arzt.Leben“ trägt.

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