Nach den neuen Empfehlungen zur Handhygiene im Gesundheitswesen der KRINKO (Kommission für Infektionsprävention in medizinischen Einrichtungen und in Einrichtungen und Unternehmen der Pflege und Eingliederungshilfe) spielt die Temperatur des Wassers künftig keine Rolle mehr. Wichtiger sind Waschdauer, die richtige Technik und die Wasserqualität.
Künftig reicht es aus, wenn ein medizinischer Handwaschplatz mit einem Zulauf für kaltes Wasser von Trinkwasserqualität ausgestattet ist, warmes Wasser ist dann nicht mehr erforderlich.
Hierzu weist die KRINKO auf Studien hin, die zeigen, dass die Temperatur des Wassers die Wirksamkeit des Händewaschens bei der Entfernung von Krankheitserregern kaum beeinflusst. Wichtiger seien Waschdauer, die richtige Technik, die Wasserqualität und geeigneter Handwaschpräparate. Die KRINKO hat in ihrer Entscheidung die Adhärenz an das Händewaschen, die mikrobiologische Wirksamkeit, die Hautgesundheit, die Ökobilanz und mikrobielle Effekte einbezogen. Bei künftigen Praxisplanungen sind deshalb insoweit geringere Anforderungen zu leisten.
Kontakt: Jörg Hohmann
Weitere Beiträge - Aktuelles
- Berufungsausschuss muss höhere Anwaltskosten vollständig erstatten
- Medikamentenaufklärung: Mündlich aber nicht bis ins kleinste Detail
- Erst ambulantisieren, dann ausbremsen: BNC kritisiert neue H-DRG-Pläne
- Versorgen statt Sparen: Der BNC unterstützt die bundesweite Kampagne des SpiFa.
- Geschützt: Muster- Mahnschreiben bei säumigen Selbstzahlern / Privatpatienten