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Das Deutsche Ärzteblatt
schrieb am 27. Januar 2011:
Ambulante Operateure legen
Verfassungsbeschwerde gegen Budgetierung ein
Berlin – Verfassungsbeschwerde gegen die Budgetierung ihrer Leistungen
haben die niedergelassenen ambulanten Operateure eingelegt. Zusammen mit
der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und dem Berufsverband
Niedergelassener Chirurgen (BNC) hat der Verband von operativ und
anästhesiologisch tätigen niedergelassenen Fachärzten in Deutschland seine
Beschwerde heute in Berlin erläutert. Die Organisationen kritisieren, dass
Krankenhäuser auch künftig unbegrenzt ambulant operieren dürften, während
der Zuwachs ambulanter Operationen bei den Niedergelassenen gedeckelt
werde.
Dass Deutschland im internationalen Vergleich bei der Anzahl der ambulant
erbrachten Operationen zurückstehe, erläuterte der Vorstandsvorsitzende
der KBV, Andreas Köhler. Während der Anteil der ambulanten Operationen in
Deutschland bei allen dafür geeigneten Eingriffen bei knapp über 60
Prozent liege, habe er in anderen Ländern wie den USA bereits 80 Prozent
überschritten. „Es besteht also noch viel Potenzial zur Verbesserung der
Wirtschaftlichkeit und der Qualität der Versorgung durch das ambulante
Operieren“, so Köhler.
Er kritisierte, der Gesetzgeber halte in Zeiten wachsenden
Leistungsbedarfs einen Bereich mittels der Deckelung klein, der Kosten
sparen helfe. „Die gesetzlich für die Jahre 2011 und 2012 verordnete
Deckelung wird sich nicht nur negativ auf das ambulante Operieren
auswirken, sondern auch die Zahl vermeidbarer stationärer Behandlungen
steigern“, prognostizierte Köhler. Als Folge würden die Ausgaben unnötig
steigen.
Von einer „krassen Benachteiligung der Kollegen gegenüber den
Krankenhausambulatorien“ sprach der Präsident des BNC, Dieter Haack. „Das
Geld folgte nie der Leistung“, klagte er. Schwer enttäuscht“ vom liberalen
Gesundheitsminister zeigte sich der Vizepräsident des Bundesverbandes für
Ambulantes Operieren, Ansgar Pett. Röslers Politik sei „genauso ideenlos
wie die seiner Vorgängerin“, kritisierte er.
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