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Niedergelassene Chirurgen: Deutliche Erhöhung der RLV gefordert
Eine Erhöhung der chirurgischen Regelleistungsvolumina (RLV) von derzeit
rund 24 Euro auf 65 Euro ab dem zweiten Quartal 2009 fordert die
Bundesdelegiertentagung der Arbeitsgemeinschaften Niedergelassener Chirurgen
(ANC).
Politik und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sollten darüber hinaus
dafür sorgen, dass der Punktwert für alle Leistungen auf 6,8 Cent angehoben
werde. Außerdem verlange man leistungsgerechte Zuschläge für
Spezialisierungen, etwa für Proktologie, Duplexsonographie, Chirotherapie
und ambulante Operationen sollten in Analogie zu den DRG vergütet werden, so
der Präsident des Berufsverbandes Niedergelassener Chirurgen (BNC), Dr.
Dieter Haack.
Haack kündigte an, dass je nach regionalen Gegebenheiten die einzelnen ANC
politische Aktionen starten würden, um ihre Forderungen durchzusetzen.
Überrascht zeigten sich die mehr als tausend Teilnehmer des 11.
Bundeskongresses der niedergelassenen Chirurgen in Nürnberg über das
Verständnis der teilnehmenden Vertreter der Parteien für die Forderungen der
niedergelassenen Chirurgen nach leistungsgerechter Bezahlung.
Auch deren Position zum Gesundheitsfonds, den sie als keine gute Lösung
bezeichneten, stieß auf Verwunderung. Ebenso das einhellige Plädoyer für den
Erhalt der ambulanten fachärztlichen Versorgung. Teilgenommen hatten: die
SPD-Bundestagsabgeordnete Jella Teuchner, die bayerische
Grünen-Landtagsabgeordnete Theresa Schopper, die Vorsitzende des
Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Martina Bunge (Die
Linke), der stellv. Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Max Straubinger, und
der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr.
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