© Schütze-Brief • Gesundheitspolitischer Info-Dienst 9. März 2009 Nr. 19/2009
 


Niedergelassene Chirurgen: Deutliche Erhöhung der RLV gefordert

Eine Erhöhung der chirurgischen Regelleistungsvolumina (RLV) von derzeit rund 24 Euro auf 65 Euro ab dem zweiten Quartal 2009 fordert die Bundesdelegiertentagung der Arbeitsgemeinschaften Niedergelassener Chirurgen (ANC).

Politik und Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sollten darüber hinaus dafür sorgen, dass der Punktwert für alle Leistungen auf 6,8 Cent angehoben werde. Außerdem verlange man leistungsgerechte Zuschläge für Spezialisierungen, etwa für Proktologie, Duplexsonographie, Chirotherapie und ambulante Operationen sollten in Analogie zu den DRG vergütet werden, so der Präsident des Berufsverbandes Niedergelassener Chirurgen (BNC), Dr. Dieter Haack.

Haack kündigte an, dass je nach regionalen Gegebenheiten die einzelnen ANC politische Aktionen starten würden, um ihre Forderungen durchzusetzen.

Überrascht zeigten sich die mehr als tausend Teilnehmer des 11. Bundeskongresses der niedergelassenen Chirurgen in Nürnberg über das Verständnis der teilnehmenden Vertreter der Parteien für die Forderungen der niedergelassenen Chirurgen nach leistungsgerechter Bezahlung.

Auch deren Position zum Gesundheitsfonds, den sie als keine gute Lösung bezeichneten, stieß auf Verwunderung. Ebenso das einhellige Plädoyer für den Erhalt der ambulanten fachärztlichen Versorgung. Teilgenommen hatten: die SPD-Bundestagsabgeordnete Jella Teuchner, die bayerische Grünen-Landtagsabgeordnete Theresa Schopper, die Vorsitzende des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages, Dr. Martina Bunge (Die Linke), der stellv. Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Max Straubinger, und der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Daniel Bahr.