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Chirurgen fordern höheren Punktwert für ambulante Op
HAMBURG (di). Niedergelassene Ärzte benötigen für ein kostendeckendes
Arbeiten einen Punkwert von 6,8 Cent für ambulante Operationen. Diese
Berechnung stellt der Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC) an.
Steigende Energiekosten haben dazu geführt, dass jeder Tag im Operationssaal
allein über 100 Euro Strom kostet", sagte BNC-Präsident Dr. Dieter Haack.
Hinzu kämen Preissteigerungen für Personal, Miete und Verbrauchsmaterial.
Auch Kosten für die Qualitätssicherung müssten berücksichtigt werden, gab
Haack zu bedenken. Der im Jahr 2002 berechnete Punktwert von 5,11 Cent
reicht nach seinen Angaben für ein kostendeckendes Arbeiten zwar nicht aus,
wird von den Chirurgen aber dennoch nicht erreicht. Der durchschnittliche
Punktwert schwankt laut Berufsverband je nach Region zwischen drei und 4,5
Cent.
Ohne eine Verbesserung der Honorierung im kommenden Jahr will der BNC seinen
Mitgliedern "geeignete Konsequenzen" empfehlen - die ambulanten Operateure
könnten ihre Leistungen im vertragsärztlichen Bereich dann nicht mehr im
bisherigen Umfang anbieten.
Haack hält die Unterfinanzierung für nicht nachvollziehbar, weil Patienten
und Krankenkassen durch vermiedene Klinikeingriffe vom Angebot der
ambulanten Operateure profitierten. Der BNC vertritt 25 Landesverbände und
hat 1500 Mitglieder unter den niedergelassenen Chirurgen.
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