Die Ärztezeitung schrieb am 18.07.2008:
 


Chirurgen fordern höheren Punktwert für ambulante Op
HAMBURG (di). Niedergelassene Ärzte benötigen für ein kostendeckendes Arbeiten einen Punkwert von 6,8 Cent für ambulante Operationen. Diese Berechnung stellt der Berufsverband Niedergelassener Chirurgen (BNC) an.

Steigende Energiekosten haben dazu geführt, dass jeder Tag im Operationssaal allein über 100 Euro Strom kostet", sagte BNC-Präsident Dr. Dieter Haack. Hinzu kämen Preissteigerungen für Personal, Miete und Verbrauchsmaterial.

Auch Kosten für die Qualitätssicherung müssten berücksichtigt werden, gab Haack zu bedenken. Der im Jahr 2002 berechnete Punktwert von 5,11 Cent reicht nach seinen Angaben für ein kostendeckendes Arbeiten zwar nicht aus, wird von den Chirurgen aber dennoch nicht erreicht. Der durchschnittliche Punktwert schwankt laut Berufsverband je nach Region zwischen drei und 4,5 Cent.

Ohne eine Verbesserung der Honorierung im kommenden Jahr will der BNC seinen Mitgliedern "geeignete Konsequenzen" empfehlen - die ambulanten Operateure könnten ihre Leistungen im vertragsärztlichen Bereich dann nicht mehr im bisherigen Umfang anbieten.

Haack hält die Unterfinanzierung für nicht nachvollziehbar, weil Patienten und Krankenkassen durch vermiedene Klinikeingriffe vom Angebot der ambulanten Operateure profitierten. Der BNC vertritt 25 Landesverbände und hat 1500 Mitglieder unter den niedergelassenen Chirurgen.