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Kurzbericht vom Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie (DKOU)
2009.
Im Vergleich zur Mikrofrakturierung ergibt sich für Patienten mit einzelnen
symptomatischen Knorpeldefekten nach Charakterisierter
Chondrozytenimplantation (CCI) neben dem bekannten besseren strukturellen
Ergebnis nach 36 Monaten postoperativ ein besseres klinisches
Behandlungsergebnis. Dieses Ergebnis einer prospektiv randomisierten
kontrollierten klinischen Studie präsentierte Professor Michael Bohnsack vom
DIAKO Bremen beim DKOU in Berlin. „Mit der CCI lassen sich über eine
autologe Zellpopulation symptomatische femorale Knorpeldefekte am Kniegelenk
auffüllen“, erläuterte Bohnsack. Bisherige Studien hätten beiden Verfahren
ungefähr gleichwertige Ergebnisse bescheinigt, so dass die Kostenträger
häufig gegen die CCI argumentiert hätten. „Doch die neue Studie zeigt im
Langzeitverlauf Vorteile für die CCI“, erklärte Bohnsack.
Insbesondere bei jüngeren Patienten sei es vorteilhaft, möglichst
knorpelerhaltend vorzugehen: „Bei dieser Klientel wachsen die autologen
Implantate auch besser an.“ Bei instabilen Bändern, etwa einem gerissenen
Kreuzband, sei eine Knorpelreparatur hingegen nicht mehr sinnvoll. Bei der
Mikrofrakturierung hingegen entstünden Osteophyten, die im Langzeitverlauf
häufig Probleme bereiten. Gänzlich verabschiedet habe man sich auf dem
Gebiet des Knorpelersatzes mittlerweile von der Mosaikplastik, auf die vor
etlichen Jahren noch viele Orthopäden und Unfallchirurgen große Hoffnungen
gesetzt hatten: „Nach einer Mosaikplastik sieht der Knorpel aus wie die Via
Appia, man kann sich kaum vorstellen, dass das hält“, meinte Bohnsack. Auch
24 Monate nach der Mosaikplastik sei die Einheilung nur sehr inhomogen.
Dennoch betonte Bohnsack: „Auch die CCI ist noch nicht das Ende vom Lied,
denn auch bei diesem Verfahren sind die Ergebnisse noch nicht perfekt. Wir
werden in den kommenden Jahren sicher noch bessere Verfahren erleben.“
Referent: Professor Michael Bohnsack, Diako Evangelisches
Diakonie-Krankenhaus, Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
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