Fusion: Deutscher Facharztverband und Potsdamer Runde machen nun gemeinsame Sache



Für niedergelassene Fachärzte gibt es nun einen gemeinsamen Dachverband, der sich durch den Zusammenschluss von Deutschem Facharztverband und Potsdamer Runde gebildet hat. Wie der neue „Spitzenverband Fachärzte Deutschlands e.V.“ (SpiFÄ) mitteilte, ist der neue Name „Ausdruck des gewachsenen Selbstbewusstseins der niedergelassenen Fachärzte“. Der Vorsitzende Dr. Thomas Scharmann erklärte: „Wir haben in der Facharztpolitik zu einer Einheit gefunden.“ Der stellvertretende Vorsitzende Dr. Dirk Heinrich ergänzte: „Der Verband ist kein neuer Verband unter vielen. Er ist bewährte Facharztpolitik unter einer Namenskonstruktion, die jeder versteht und zuordnen kann.“

Basis des Spitzenverbandes sind 16 fachärztliche Berufsverbände. Nach Angaben des SpiFÄ vertritt er die Interessen der 70.000 niedergelassenen Fachärzte mit ihren mehr als 210.000 Arzthelferinnen auf bundespolitischer Ebene. „Der Spitzenverband engagiert sich mit für die Interessen von 280.000 Menschen, die in der ambulanten Versorgung für ihre Patienten tätig sind. Der Erhalt der wohnortnahen Facharztpraxis ist das oberste Ziel“, sagte Scharmann.

Wie bereits in der Vergangenheit, jetzt aber unter dem neuen Namen und Dach von SpiFÄ, entschieden die 16 Berufsverbände – darunter auch der BNC – gemeinsame gesundheits- und versorgungspolitisch relevante Facharztpositionen. Der SpiFÄ vertrete diese im Namen aller Mitgliedsverbände nach außen. „Nicht alles neu, aber einfacher adressierbar“, erläuterte Heinrich. Auch die europäische Interessenvertretung bei der europäischen Vereinigung der Fachärzte (Union Européenne Médicins Spécialistes, UEMS) in Brüssel werde der Verband übernehmen.

Vorläufig ist der SpiFÄ noch erreichbar unter: www.deutscher-facharztverband.de
 

 
 
Antje Thiel

30.05.2012