FDA erteilt Zulassung für die VAC zur Behandlung verschlossener chirurgischer Inzisionen



Die Firma KCI hat am 15. Juni 2012 bekannt gegeben, dass ihr patentrechtlich geschütztes System der Vakuumtherapie (Vacuum Assisted Closure, VAC) von der amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde (Federal Drugs Administration, FDA) die Zulassung zur Behandlung von verschlossenen chirurgischen Inzisionen erhalten hat. Dr. Ron Silverman, Chief Medical Officer bei KCI, erklärte hierzu: „Diese neue Indikation erlaubt es einer größeren Zahl von Ärzten, ihre Patienten bei der Behandlung von verschlossenen chirurgischen Inzisionen von den bekannten Vorteilen von V.A.C. ® Therapy profitieren zu lassen.“

Die Vakuumtherapie könne bei verschlossenen Inzisionen sehr wirkungsvoll eingesetzt werden, heißt es in der Mitteilung. „Sie ist kosteneffizient, innovativ und hat bereits ihre Wirksamkeit bei vielen Patienten bewiesen, vor allem bei solchen mit risikobehafteten Inzisionen“, ergänzte Dr. Devinder Singh, Assistenzprofessor für plastische Chirurgie an der medizinischen Fakultät der University of Maryland. „Ich setze Unterdruckverbände bei allen Rekonstruktionen der Abdomenwand und bei der Brustbeinwundheilung ein und habe Verbesserungen bei der Inzisionsheilung festgestellt.“

Wie das Unternehmen mitteilte, liefen seit 2006 klinische Studien zur Eignung der VAC für die postoperative Behandlung von chirurgischen Inzisionen. Zehn Studien aus verschiedenen chirurgischen Fachrichtungen zu unterschiedlichen Typen von Inzisionen hätten gezeigt, dass die Vakuumtherapie bei Inzisionen zu besseren klinischen Ergebnissen führt. Die veröffentlichten Studien beziehen sich auf Inzisionen im Bereich Abdomenwandrekonstruktionen, Fuß- und Knöchelchirurgie, Unfallchirurgie, Abdomenwundschließung und Kardiothoraxchirurgie.

KCI verwies in diesem Zusammenhang auf sein seit 2010 erhältliches Prevena TM Incision Management System auf den Markt. Hierbei handele es sich um ein tragbares Einweg-Therapiesystem, das auf die Behandlung von verschlossenen chirurgischen Inzisionen bis 20,32 cm Länge ausgerichtet sei. Es bestehe aus einem selbstklebenden Verband, der einfach abgezogen und platziert werde, und aus einer vorprogrammierten Therapieeinheit, die bis zu sieben Tage einen voreingestellten Unterdruck von 125 mg Hg aufrecht halte. Die neue Indikation für V.A.C. ® Therapy zur Behandlung von geschlossenen Inzisionen wird es Ärzten nach Auffassung des Unternehmens ermöglichen, längere Inzisionen mit individuell angepassten Verbänden zu versorgen.

Zur Internetseite der Firma KCI gelangen Sie hier:
www.kci-medical.de
 

 
 
Antje Thiel

20.06.2012