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Der Wegfall der Förderung von Bereitschaftspraxen, die von den
gesetzlichen Krankenkassen bis Ende 2011 gezahlt wurde, stellt viele
bayerische Bereitschaftspraxen aktuell vor große wirtschaftliche
Probleme, die für die Hälfte dieser Praxen sogar das Aus bedeuten.
Darauf hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) hingewiesen.
Sie bezieht sich dabei auf ein Gesprächs des KVB-Vorstands mit
Vertretern von Bereitschaftspraxen aus ganz Bayern am 29. Mai 2012, das
auf Wunsch der Vertreter der Bereitschaftspraxen zustande gekommen war.
Dazu sagte Dr. Wolfgang Krombholz, Vorstandsvorsitzender der KVB: „Die
Lage ist für viele dramatisch! Etliche Vertreter haben sehr konkret
angekündigt, den Betrieb ihrer Bereitschaftspraxis ohne finanzielle
Förderung wie bisher nicht mehr lange fortsetzen zu können.“ Diese
Entwicklung ist für Krombholz besonders gefährlich, da der
Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte außerhalb der üblichen
Sprechstundenzeiten aktuell ohnehin nur noch mit großem Aufwand
flächendeckend aufrecht erhalten werde. KVB-Vize Dr. Pedro Schmelz
ergänzte: „Werden tatsächlich Bereitschaftspraxen geschlossen, werden
die Patienten außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten vermehrt die
Notfallambulanzen der Krankenhäuser aufsuchen. Man müsse zudem
befürchten, dass durch einen Wegfall der Bereitschaftspraxen die Zahl
der stationären Einweisungen steigen wird. Dadurch würden die
Gesamtkosten im Gesundheitssystem unnötig in die Höhe getrieben. Zudem
widerspräche dieses Verhalten der Krankenkassen deren eigenen Zusagen,
die Überschüsse der Krankenkassenbeiträge, wenn schon nicht an die
Versicherten auszuschütten, so doch immerhin in die Verbesserung der
Versorgung zu investieren.
Zur vollständigen Meldung der KVB gelangen Sie hier:
www.kvb.de
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