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Die narbenfreie Operation der Gallenblase über einen einzigen Schnitt
durch den Bauchnabel erweist sich in einer aktuellen Studie als sicher.
Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) in einer
Pressemitteilung hingewiesen. Unter Berufung auf eine Publikation in der „DMW
Deutsche Medizinische Wochenschrift“, deren Autoren das „Single-Port“-Verfahren
über den Nabel als künftigen Standard bezeichnen, erklärte die DGCH,
derzeit sei das Verfahren aufgrund der nur einmal verwendbaren
Spezialinstrumente zwar recht kostenintensiv, mehrfach verwendbare
Instrumente seien jedoch in der Entwicklung. Daher sei eine
Kosten-Nutzen-Bewertung des Verfahrens notwendig – zumal es bislang keine
Studien gebe, die einen Nutzen jenseits des besseren kosmetischen
Ergebnisses belegten.
Während eine Cholezystektomie heute üblicherweise laparoskopisch
vorgenommen werde und mit drei oder vier kleinen, bis einen Zentimeter
großen Schnitten in die Bauchdecke einhergehe, erfolge bei der „Single-Port“-Technik
der gesamte Eingriff über eine gemeinsame Öffnung auf dem Grund des
Bauchnabels. Von der 15 bis 20 Millimeter langen Narbe sei später meistens
nichts zu sehen. Die Autoren des zitierten Artikels sehen in dieser
Operation eine Alternative zu den NOTES-Verfahren ("natural orifice
transluminal endoscopic surgery"), bei denen Operationen über natürliche
Körperöffnungen, etwa die Vagina, erfolgen. Die in der Studie präsentierte
Serie mit mehr als 200 auf diese Weise operierten Patienten sei weltweit
eine der größten Serien von Gallenblasenoperationen über einen Single-Port
und zeige, dass der Eingriff mit durchschnittlich 63 Minuten kaum länger
war als eine herkömmliche laparoskopische Operation und dass auch die
Komplikationsrate nicht höher war als bei der etablierten Technik mit drei
bis vier Zugängen.
Quelle: D. A. Jacob, R. Raakow ; Single-Port-Cholezystektomie: Der neue
Standard?
DMW Deutsche Medizinische Wochenschrift 2010; 135(27): 1363-1367
Zur Internetseite der DGCH gelangen Sie hier:
www.dgch.de
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