DFV präsentiert Positionen zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesen 2010



Die niedergelassenen Fachärzte müssen mit einem eigenen Paragraphen ins Sozialgesetzbuch V – das ist eine der zentralen Forderungen, die der Deutsche Facharztverband (DFV) in Zusammenarbeit mit zwölf fachärztlichen Berufsverbänden gegenüber den im Bundestag vertretenen Parteien aufstellt. Wie der DFV am 18. Mai 2010 mitteilte, ist diese Forderung Teil eines umfangreichen Positionspapiers, dass der Verband an alle 622 Mitglieder des Deutschen Bundestags übergeben hat. Der DFV-Vorsitzende Dr. Thomas Scharmann stellte fest: „Wir müssen die Frage der ärztlichen Versorgung vom Kopf auf die Beine stellen – denn die Versorgung durch die niedergelassenen Fachärzte ist die einzige Säule der spezialisierten medizinischen Versorgung im ambulanten Bereich. Das Krankenhaus ist im ambulanten Sektor eine wichtige Ergänzung, aber kein Ersatz oder gar ein tragender Pfeiler.“

Mit rund 60.000 Fachärzten und mehr als 180.000 Arzthelferinnen seien die niedergelassenen Fachärzte eine Mittelstandsmacht. Die Stellungnahme der Fachärzte trägt den Titel „Positionen des Deutschen Facharztverbandes zur Weiterentwicklung des Gesundheitswesen 2010“ und präsentiert das Angebot einer transparenten, an Qualität und Leistung orientierten niedergelassenen Facharztmedizin ebenso wie konkrete Lösungsvorschläge für das Gesundheitswesen, die in zehn Punkten zusammengefasst werden. „Wir freuen uns, dass mit dem DFV zusammen zwölf fachärztliche Berufsverbände hinter das Zehn-Punkte gestellt haben und sie unterstützen. Das ist auch im Hinblick auf den kommenden Wahlkampf in den Kassenärztlichen Vereinigungen von Bedeutung.“ sagte Scharmann.

Das Positionspapier finden Sie auf der Hompage des Deutschen Facharztverbandes unter www.deutscher-facharztverband.de

 
 
 
Antje Soleimanian

Do.  27.05.2010