AOK schreibt Facharztvertrag für den Bereich „Orthopädie“ aus



Muskel- und Skeletterkrankungen, insbesondere Rückenerkrankungen, sind laut AOK die Ursache für knapp ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeitstage in Baden-Württemberg. Zudem hätten bis zu 80 Prozent der Deutschen zumindest gelegentlich mit Rückenproblemen zu kämpfen. Um die Versorgung ihrer Versicherten auch in diesem Gesundheitsfeld durch eine bessere Abstimmung der Behandlungsabläufe weiter zu verbessern, hat die AOK Baden-Württemberg nun einen Facharztvertrag für den Bereich der orthopädischen Leistungen ausgeschrieben. Nach Kardiologie, Gastroenterologie und Neurologie/Psychiatrie ist dies das vierte Feld, in dem die AOK Baden-Württemberg einen Facharztvertrag schließen wird. Dr. Rolf Hoberg, Vorstandschef der AOK Baden-Württemberg erklärte hierzu am 18. Mai 2010 in Stuttgart: „Wir gehen den eingeschlagenen Weg konsequent weiter und nehmen mit der Orthopädie ein weiteres wichtiges Facharztgebiet in unsere Versorgungsstrategie auf.“

Das Sozialgesetzbuch gebe den Krankenkassen in § 73c SGB V die Möglichkeit, Verträge zur besonderen ärztlichen Versorgung direkt mit Facharztgruppen zu schließen. Hoberg: „Diese Möglichkeit nutzen wir in enger Verbindung mit unserem seit zwei Jahren erfolgreichem Hausarztvertrag, bei dem wir gemeinsam mit unseren Partnern auf der Ärzteseite, dem Hausärzteverband und MEDI, auf eine Million eingeschriebene Versicherte zusteuern.“ An der jetzt im Staatsanzeiger veröffentlichten Ausschreibung könne sich jede größere Ärztegemeinschaft beteiligen, die über eine entsprechend qualifizierte Managementstruktur die hohen Vertragsanforderungen erfüllen kann. Das Ausschreibungsverfahren laufe noch bis zum 18. Juni 2010. Eine Entscheidung, mit wem die AOK in die konkreten Verhandlungen über den Abschluss des Facharztvertrags über Orthopädie tritt, wird laut AOK zeitnah noch vor der Sommerpause angestrebt.

www.aok.de
 

 
 
 
Antje Soleimanian

Do.  27.05.2010