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Bei der Vakuumversiegelungstherapie handelt es sich um eine geschlossene
Wundversorgung mit großflächiger Ableitung, bei der ein System für das
Abfließen des Wundsekrets den nötigen Unterdruck erzeugt. Die
Aufrechterhaltung des Unterdrucks wird durch eine Klebefolie mit
luftdichter Abdeckung ermöglicht, die über den drainierenden Wundverband
geklebt wird. Der Verband der Ersatzkassen e. V. (vdek), der
AOK-Bundesverband und die Knappschaft haben nun gemeinsam europaweit eine
Studie zur Vakuumversiegelung bei chronischen Wunden ausgeschrieben. Die
Ausschreibung wurde am 12. Juni 2010 im Europäischen Amtsblatt
veröffentlicht.
Ziel der Ausschreibung ist es den Angaben zufolge, weitere
wissenschaftliche Erkenntnisse zu dieser Behandlungsmethode zu erhalten,
damit der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) den Nutzen dieser
Behandlungsmethode bewerten und entscheiden kann, ob die Behandlung mit
der Vakuumversiegelungstherapie in die ambulante Regelversorgung der
gesetzlich Krankenversicherten aufgenommen und die Kosten von den
gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten übernommen werden können.
Die Leistungen für die Studie umfassen insgesamt 1,65 Millionen Euro und
sollen europaweit ausgeschrieben werden. Das Vergabeverfahren werde in
drei Lose aufgeteilt: Für das erste Los seien Forschungsinstitute und
ähnliche Einrichtungen aufgefordert, sich für die Konzeption und
Durchführung der Studie zu bewerben. Für das zweite Los würden Unternehmen
gesucht, die Ärzte und Krankenhäuser zur Behandlung von Studienteilnehmern
gewinnen und das Management aller Abläufe übernehmen. Die Ausschreibung
für das dritte Los richte sich an Unternehmen der Medizintechnik, welche
die Komponenten zur Vakuumversiegelungstherapie herstellen und die
Anwender unterstützen können.
Die Krankenkassenverbänden haben eine Kontaktstelle beim AOK-Bundesverband
eingerichtet, die für Fragen zur Ausschreibung kontaktiert werden kann.
Ausführliche Informationen finden Sie unter folgendem Link:
www.ted.europa.eu
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