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Neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH) ist
Professor Axel Haverich, Direktor die Klinik für Herz-, Thorax-,
Transplantations- und Gefäßchirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover
(MHH). Wie die DGCH Anfang Juli mitteilte, löst Haverich turnusgemäß
Professor Reiner Gradinger aus München im Amt ab. Schon sein
Medizinstudium absolvierte Haverich in Hannover, wie auch von 1978 bis
1985 seine gesamte chirurgische Ausbildung. Nach seiner Habilitation im
Jahr 1987 folgte er 1993 dem Ruf auf eine C4-Professur an die Klinik für
Herz- und Gefäßchirurgie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im
Jahr 1996 nahm er den Angaben zufolge den Ruf auf eine C4-Professur an der
MHH an, wo er bis heute tätig ist. Im gleichen Jahr gründete er die
Leibniz Laboratorien für Biotechnologie und künstliche Organe. Mit diesem
durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten
Grundlagenforschungslabor gelang dem Herzchirurgen unter anderem die
Entwicklung biologischer Herzklappen, die mit dem Patienten mitwachsen.
Als Präsident der DGCH ist Professor Haverich auch für das inhaltliche
Programm der kommenden 128. Jahrestagung verantwortlich. Mit dem Motto
„Chirurgie 2011 - Heilen zwischen Ratio und Humanität“ stellt er den
eigentlichen ärztlichen Auftrag in den Fokus. „Unser ureigenster Anspruch
ärztlichen Handelns - nämlich Patienten zu heilen - ist vielfach hinter
Diskussionen um Fallpauschalen und Kosten getreten“, bemerkte Haverich
hierzu. Der Kongress konzentriere sich daher verstärkt auf neueste
Therapiestandards aus allen Bereichen der Chirurgie. Dazu gehörten etwa
innovative Ansätze aus der Transplantationsmedizin, der Vermeidung
chirurgischer Infektion, der Intensivmedizin und dem Notfall- und
Katastrophenmanagement. Gerade in der Chirurgie sollten aber auch Fragen
der Humanität diskutiert werden, so Haverich: „Etwa wann es unter dem
Aspekt der Menschlichkeit angezeigt ist, nicht zu operieren - zum Beispiel
angesichts des Alters oder der Indikation - und wann hingegen eine
Begrenzung der Therapie aufgrund von Kosten droht.“
Gemeinsam mit der DGCH gestalten die zehn chirurgischen
Mitgliedsgesellschaften für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäß-,
Herz-, Kinder-, Neuro-, Thorax- und Unfallchirurgie sowie der Plastischen
Chirurgie, Orthopädie und Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie das
Tagungsprogramm. Der Kongress findet vom 3. bis 6. Mai im Internationalen
Congress Center München statt.
Erste Informationen über den Kongress finden Sie hier:
http://chirurgie2011.de
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