Bayerischer Facharztverband fordert unisono mit der CSU die Kostenerstattung



Seltene Einigkeit herrscht derzeit zwischen dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) und den niedergelassenen Fachärzten im Freistaat: So hat der Bayerische Facharztverband ausdrücklich Seehofers Initiative begrüßt, künftig allen gesetzlich versicherten Patienten beim Arztbesuch eine Rechnung auszustellen. Die Internistin Dr. Ilka Enger, Vorsitzende des Verbandes erklärte hierzu: „Auf diese Weise kommt endlich die nötige Transparenz in das System. Wir Ärzte begrüßen das ausdrücklich.“

Seehofer hatte vergangene Woche gegenüber der Presse gefordert, jeder Patient solle vom Arzt eine verständliche Rechnung bekommen. Das Prinzip der Kostenerstattung funktioniere in der Privatversicherung auch bei normalen Einkommen bestens, weil Vorausleistung praktisch nicht stattfinde. „Damit kann der Patient seinen Arzt kontrollieren und überflüssige Arztkonsultationen werden reduziert“, stimmte Enger dem CSU-Politiker zu. Der Bayerische Facharztverband verspricht sich von der Kostenerstattung aber auch Transparenz an anderer Stelle: „Viele Patienten werden erstaunt sein, auf ihrer Rechnung die Realität über die angeblich exorbitanten Arzthonorare zu erfahren. Es ist zu hoffen, dass dann endlich die notwendige politische Diskussion beginnt, wo im Apparat der Krankenkassen die ganzen Beiträge der Mitglieder versickern und verschwendet werden“, glaubt Enger.

Zur Internetseite des Bayerischen Facharztverbandes gelangen Sie hier:
www.bayerischerfacharztverband.de

 

 
 
 
Antje Soleimanian

Do.  01.07.2010