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Das Gros der niedergelassenen Ärzte weiß nicht, ob sie auf
Arztbewertungsportalen im Internet schon einmal bewertet wurden. Das hat
die Stiftung Gesundheit in ihrer Studie „Ärzte im Zukunftsmarkt Gesundheit
2009“ ermittelt. Nur 22,7 Prozent der befragten niedergelassenen Ärzte,
Zahnärzte und Psychologischen Psychotherapeuten gaben demnach an, schon
einmal bewertet worden zu sein. Jeder Zehnte verneinte dies. Die
überwiegende Mehrheit, rund zwei Drittel (67,3 Prozent) erklärten, nicht
zu wissen, ob sie schon einmal bewertet wurden. Die Aufregung um die
Portale ist nach Aufassung der Stiftung Gesundheit damit weitaus größer,
als die Ärzte es selbst wahrnehmen. Dr. Peter Müller, Vorstand der
Stiftung Gesundheit, sagt: „Die tatsächlich Betroffenen reagieren viel
entspannter als die Organvertreter der ärztlichen Selbstverwaltung.“
Die gerichtliche Bestätigung des „Spickmich“-Portals zur Lehrerbewertung,
obwohl explizit
nicht als Grundsatzurteil verstanden, deutet nach Meinung der
Studienautoren sehr klar in die zukünftige Richtung solcher Portale. Zudem
habe die Ankündigung des AOK-Bundesverbandes, ein Arztbewertungsportal zu
öffnen, zu erheblichen Reaktionen in der Fach- und Publikumspresse
geführt. Auch gegenüber medizinischer Beratung über Call-Center vertraten
die befragten Ärzte eine eher konservative Haltung: Die Niedergelassenen
erkennen nach Angaben der Stiftung Gesundheit zwar insgesamt die Realität
der telefonischen Betreuung an, allerdings sei diese Form der Betreuung
überwiegend negativ konnotiert: „Die Wahrnehmung ist, dass
Therapieberatung über das Telefon verboten gehöre, es letztlich heimlich
gemacht werde und nur der Kostenersparnis diene“, heißt es in der Studie.
Die Kurzfassung der Studie finden Sie unter
www.stiftung-gesundheit.de
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