|
Seit Sonntag, dem 17. Januar arbeitet ein medizinisches Team der Malteser
in einem nicht ganz zerstörten Krankenhaus auf Haiti, um die Erdbebenopfer
chirurgisch zu versorgen. Der Koordinator vor Ort Professor Klaus
Runggaldier berichtete: „Dr. Ralf Siepe wird die Notfallaufnahme steuern,
Dr. Andreas Mennewisch übernimmt die Anästhesie und unser französischer
Malteser Kollege ist Chirurg und führt die Operationen durch. Die drei aus
Haiti stammenden Teammitglieder, die von den US-amerikanischen Maltesern
entsandt wurden, sind OP-Pfleger.“
Wie die Hilfsorganisation berichtete, ist das neunköpfige Malteser Team
bereits seit Freitagabend in Port-au-Prince. Aus der Krisenregion hatte
Runggaldier, Leiter des Malteser Rettungsdienstes, per SMS mitgeteilt:
„Wir sind in der Stadt mit Autos unterwegs, auf der Suche nach Diesel.
Selbst die Polizei hat keinen. Leichen überall auf den Straßen. Teile der
Stadt komplett dem Mob gehörend. Versuchen auf den Airport zu kommen.
Wollen dort unter Schutz der UN das Medicalteam aktivieren und
Kommunikation sowie Versorgung für das Team sicherstellen. Chaos. Uns aber
geht es soweit gut.“
Mittlerweile seien auch zwei Emergency Health Kits in der Krisenregion
eingetroffen, die dringend benötigte Medikamente wie Antibiotika, Wund-
und Verbandsmaterialien sowie Schmerzmittel und Instrumente enthalten.
Damit können die Malteser nach eigenen Angaben 20.000 Überlebende drei
Monate lang medizinisch versorgen.
Informationen zur Malteser Hilfe finden Sie hier:
www.haiti-helfen.de
Informationen zu Hilfsorganisationen und Spendemöglichkeiten finden Sie
hier:
www.aktion-deutschland-hilft.de
|