|
Die Universitäts-Hautklinik Heidelberg untersucht die Wirksamkeit einer
neuen und schmerzlosen Therapiemethode: Mit Hilfe von speziellem
Ultraschall soll die Heilung chronischer offener Beine positiv beeinflusst
werden. Wie die Universität Heidelberg mitteilte, hätten Vorstudien
bereits gute Ergebnisse gezeigt. Für eine systematische Studie sucht
Studienleiter Dr. Christian Moser aus der Hautklinik des
Universitätsklinikums Heidelberg nun betroffene Patienten mit Ulcus
cruris, die bisher erfolglos behandelt worden sind.
Bei der neuen LDM®-Methode (Lokale Dynamische Mikromassage) handele es
sich um eine schmerzfreie Ultraschallbehandlung. Als neu bezeichnete die
Hautklinik den schnellen Wechsel zwischen zwei Frequenzen, der für eine
konstante Mikromassage im Gewebe sorge, was mit konventionellem
Ultraschall bisher nicht erreicht werden konnte, sowie die Anwendung von
sehr hohen Ultraschallfrequenzen von 10 MHz. Dadurch blieben die absoluten
Druckwerte im Gewebe bei gleicher Intensität konstant. Die das Gewebe
schädigende Wirkung bestimmter Enzyme werde reduziert oder sogar komplett
unterbunden. Der zur Wundheilung wichtige Bindegewebsstoffwechsel könne
normalisiert werden, die Kollagenproduktion werde angeregt, die Abheilung
der chronischen Wunde werde in Gang gesetzt.
Für die Studie werden den Angaben zufolge Patienten mit chronischen
Beinulzera nach erfolgloser Therapie gesucht. Die LDM®-Behandlung sei
schmerzfrei, es seien mindestens drei 15-minütige Termine pro Woche nötig.
Es sei mit mindestens zehn Behandlungseinheiten pro Patient zu rechnen.
Wenn Sie geeignete Patienten vermitteln können, wenden Sie sich an die
Phlebologische Ambulanz an der Universitäts-Hautklinik Heidelberg:
Tel.: 06221 566739
christian.moser@med.uni-heidelberg.de
Literatur:
Sontag W., Kruglikov I. L.(2009) Expression of heat shock proteins after
ultrasound exposure in HL-60 cells. Ultrasound in Med. & Biol. 35 (6):
1032–104
Weitere Informationen über die Phlebologische Ambulanz:
www.klinikum.uni-heidelberg.de
|