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Um chirurgische Patienten nicht zu gefährden, ist richtiges Verhalten im
Operationssaal oberstes Gebot. Ein sicherer, steriler Eingriff lässt sich
nur gewährleisten, wenn alle Beteiligten im OP sich strikt an dort
bestehende Regeln halten. Darauf hat die Deutsche Gesellschaft für
Chirurgie (DGCH) hingewiesen. Um schon Medizinstudenten von Beginn ihrer
ärztlichen Laufbahn an damit vertraut zu machen, unterstützt die DGCH
jetzt die Vergabe von „OP-Führerscheinen“: Die world wide Hospital (wwH-c)
GmbH hat in Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der
Eberhard-Karls-Universität und dem Universitätsklinikum Tübingen ein
professionelles Schulungskonzept für angehende Mediziner und andere
OP-Besucher entwickelt. Die DGCH empfiehlt dieses Training besonders im
Sinne einer noch höheren Patientensicherheit.
Ohne exakte Schulung sei es schwierig für alle, die sich neben dem
Personal im OP aufhalten müssen: Medizinstudenten, in Ausbildung
befindliche Pflegekräfte, Servicekräfte, Techniker und Mitarbeiter aus
Forschung und Entwicklung. „In der Regel bleibt dem OP-Team nicht genügend
Zeit, diese Besucher sorgfältig im richtigen Verhalten vor Ort zu
unterweisen“, erläuterte Professor Hartwig Bauer, Generalsekretär der DGCH.
Die Fachgesellschaft unterstütze deshalb ein zertifiziertes Training, das
hygienegerechtes Verhalten im OP vermittelt. Darin sollen die Teilnehmer
lernen, worauf es mit Betreten des OP-Saals zu achten gilt: Ankleiden in
der Personalschleuse und chirurgische Desinfektion der Hände. Darüber
hinaus könnten sie üben, wie sie hygienesicher Schutzkleidung anlegen.
Außerdem spiele das Training auch Situationen durch, die nicht zur
OP-Routine gehören – zum Beispiel: „Wie verhalte ich mich, wenn ich mich
unwohl fühle oder merke, dass mir übel wird?“
Die eintägige Schulung beginne mit einem theoretischen Teil über die
Grundlagen der Krankenhaushygiene. Der anschließende praktische Teil finde
in einem Experimental-OP-Bereich statt, der aus zwei Operationssälen,
Intensivstation, Aufwachraum und Nebenräumen besteht. Der Trakt sei
technisch voll funktionsfähig und komplett ausgestattet. Wie die DGCH
mitteilte, bekommen die Teilnehmer als Erfolgskontrolle den
OP-Führerschein in Form einer Urkunde. „Der OP-Führerschein ist ein sehr
sinnvolles Instrument, um die Patientensicherheit weiterhin zu
verbessern“, meinte Bauer.
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